Über uns


Der Verein Offene Soziale Arbeit Winterthur ist ein gemeinnütziger, steuerbefreiter Verein der sich seit 1993 für ein soziales Winterthur engagiert. Er ist die Trägerschaft der vier offenen Angebote Subita, Treffpunkt Vogelsang, Mojawi und Jugendinfo.

Im ehrenamtlichen Vorstand des Vereins engagieren sich Personen, die aus verschiedenen Berufsfeldern kommen, sich mit Sozialarbeit befassen und so eine professionelle Trägerschaft garantieren.

In den vier Abteilungen Subita, Treffpunkt Vogelsang, Mojawi und Jugendinfo sind ausgebildete Fachpersonen die Verantwortungsträger. Finanziert werden die vier Angebote durch Beiträge der Stadt Winterthur (auf der Basis von Leistungsvereinbarungen), durch die beiden Landeskirchen, sowie durch Stiftungen und Private.

Geschichte

Die Anfänge: Subita

Nach einer von der Arbeitsgemeinschaft für Jugendprojekte AGJP organisierten Projektphase wurde am 16. September 1993 der „Trägerverein Gassenarbeit Subita“ gegründet, primär um Betreuungs- und Beratungsangebote für Suchtabhängige zu schaffen. Mit der Zeit veränderte sich der Arbeitsschwerpunkt: Die Zahl der Menschen mit psychischen bzw. sozialen Schwierigkeiten, die aus den sozialen Systemen Arbeit, Wohnen, Familie/Partnerschaft und Gesundheitsversorgung fielen und dadurch isoliert bzw. ausgegrenzt lebten, nahm zu – in unserer individualisierten
Gesellschaft gibt es nur selten genügende Netzwerke, die diese Menschen auffangen und verhindern, dass sich die gesundheitliche und soziale Situation verschärft und damit institutionelle Hilfe in hohem Masse in Anspruch genommen werden muss – durch präventive Massnahmen im direkten Lebensumfeld sollte mit
Subita verhindert werden, dass die Probleme eskalierten. Es ging vorrangig um Personen, die sich öffentlichen oder halböffentlichen Raum aufhielten und durch die bestehenden Beratungs- und Betreuungsangebote nicht erreicht wurden.

Mojawi kommt dazu

Der Anfang von Mojawi (mobile Jugendarbeit Winterthur) und somit von der aufsuchenden Sozialarbeit für Jugendliche geht auf die Jahrhundertwende zurück. Es wurde festgestellt, dass viele Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen von den bestehenden Einrichtungen der Jugendarbeit (z.B. Quartiertreffs) nicht (mehr)
erreicht wurden. Die mobile Jugendarbeit im öffentlichen Raum mit ihrem Beratungs- und Begleitungsangebot war eine konkrete persönliche Hilfeleistung, auch mit dem Ziel, die Teilnahme am öffentlichen Leben resp. die soziale Integration zu fördern.
Später kam für die Jugendlichen erschwerend dazu, dass der nutzbare öffentliche Raum kleiner und von immer mehr Interessensgruppen beansprucht wurde, was
vermehrt zu Konflikten führte.

Die Mojawi besteht seit 2002. Fester Bestandteil der offenen Jugendarbeit Winterthur wurde sie nach Abschluss einer zweijährigen Pilotphase.

Ein neuer Verein entsteht

Seit 2009 gibt es den Verein Subita nicht mehr. Die beiden Arbeitsfelder resp. Abteilungen Subita und Mojawi wurden im Verein Strassensozialarbeit Winterthur VSSW zusammengefasst.
Im Zentrum steht die aufsuchende Sozialarbeit für alle Altersgruppen. Die Menschen werden nicht auf ein Büro bestellt, sondern im öffentlichen Raum aufgesucht.

Mit Jugendinfo ins digitale Zeitalter

Der digitale Sozialraum und der Zugang zu Informationen wird in unserer Gesellschaft seit Jahren zunehmend wichtiger. Damit die Integration in unsere Gesellschaft gelingt, sind für Jugendliche Informationen, Medienkompetenz und ein positiver Umgang mit dem digitalen Sozialraum wichtig. Von 2008 bis 2017 hat die Arbeitsgemeinschaft für Jugendprojekte AGJP als Antwort auf diese Entwicklung die Jugendinfo Winterthur aufgebaut; von 2013 bis 2017 in Zusammenarbeit mit der Tatenträger AG. Entstanden ist eine breite Palette digitaler Förderungs- und Unterstützungsangebote. Per Anfang 2018 wurde die Jugendinfo Winterthur in den
Verein Strassensozialarbeit Winterthur VSSW integriert. So ist sichergestellt, dass Winterthur längerfristig mit der digitalen Entwicklung in der Jugendförderung und Jugendhilfe Schritt hält und Jugendliche frühzeitig zur richtigen Zeit am richtigen Ort
erreicht.

Treffpunkt Vogelsang ergänzt den VOSW

Im Sommer 2021 schliesst sich der Treffpunkt Vogelsang ebenfalls dem Verein bei. Ergänzend zur Subita bietet der niederschwellige Treffpunkt beim Bahnhof Winterthur ein idealer Treffpunkt und Unterstützungsangebot für Armutsbetroffene in Winterthur.

Gleichzeitig wird der Verein VSSW umbenannt zum Verein Offene Soziale Arbeit Winterthur (VOSW) und eine neu geschaffene Geschäftsstelle koordiniert ab Herbst 2021 die vier Abteilungen. Damit ist eine nachhaltige Struktur geschaffen für Offene Soziale Angebote in Winterthur.